Diversität bedeutet Vielfalt - in unserem Fall genetische Vielfalt
Warum halten wir genetische Vielfalt für wichtig?
Der
Genpool des Belgischen Schäferhundes ist seit der Etablierung der Rasse massiv geschrumpft. Gleich ob dies nun auf den Einfluss des ersten Weltkrieges, auf die teils nur noch als unkontrolliert zu bezeichnende Inzucht, zu enge Linienzucht oder aber auf den auch heute noch oft zu starken Run auf die immer gleichen Top-Rüden (Popular Sire) zurückgeführt werden kann. Was auch in welchem Ausmaß dazu beigetragen hat, das Resultat ist, dass unsere Rasse mittlerweile eine außerordentlich hohe Prävalenz teils lebensbedrohlicher Krankheiten aufweist. Mittlerweile wurden vier Letalfaktoren gefunden – das heißt, betroffene Tiere sterben bereits vor der Geschlechtsreife, oft in der embryonalen Entwicklung oder in den ersten Lebenswochen. Dieser Umstand fällt nach deutschem Tierschutzgesetz unter Qualzucht (§11b Tierschutzgesetz)– und dies bei unserer eigentlich doch so gesunden Rasse.
Darüber hinaus führen Spondylose, Epilepsie, Augen- und Krebserkrankungen die Liste der „typischen“ Belgier-Krankheiten an und belasten betroffene Hunde und deren Familien. Selbst wenn die Erbgänge für die meisten dieser Krankheiten bisher nicht abschließend geklärt sind, sorgt der enge Genpool dafür, dass die (noch unidentifizierten) auslösenden Genstellen immer öfter aufeinandertreffen und so Krankheiten ausgelöst werden. Deshalb ist genetische Vielfalt so unglaublich wichtig.
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