Flaschenhals-Effekt

Flaschenhalseffekt, engl. bottleneck effect, die Gendrift, die sich aus der Reduzierung einer Population ergibt. Ist eine Population über einen längeren Zeitraum von einem Flaschenhalseffekt betroffen, so verliert sie einen Großteil ihrer genetischen Variation. Durch die Gendrift gehen Gene aus dem Genpool der Ursprungspopulation verloren, und der Genpool der resultierenden Population kann sich, je nach der genetischen Variation der Ursprungspopulation, erheblich vom früheren Genpool unterscheiden. Populationsgenetisch können solche Populationen durch ihren hohen Grad an Homozygotie erkannt werden.

In der Vergangenheit mussten unsere Hundepopulationen schon durch einige genetische Flaschenhälse und waren dem sogenannten Gründereffekt ausgesetzt. Das Domestikationsereignis selbst war für unsere heutigen Hunde bereits ein genetischer Flaschenhals. Aus der Vielfalt der Stammpopulation konnten nur wenige Tiere in den Status des domestizierten Hundes wechseln. Mit der Rassegründung ging weitere genetische Vielfalt verloren, da Rassen immer nur aus wenigen Gründertieren entstehen. Beim Belgischen Schäferhund waren dies 177 Hunde.

s. auch Gendrift

Beiträge zum Thema:

Effektive Zuchtpopulation im Vergleich (DMC/ BSD)

Diversität beim Belgischen Schäferhund

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