Hämorrhagische Diathese, Thrombozytendefekt, Scott-Syndrom
Das Canine-Scott-Syndrom ist eine vererbte Blutgerinnungsstörung bei Hunden. Betroffene Hunde werden mit Thrombozytendefekten geboren, die zu einer mangelnden Blutgerinnung an verletzten Stellen im Gewebe führen. Diese Hunde entwickeln häufig übermäßige Blutergüsse und Blutungen im Rahmen von Operationen, tierärztlichen Zahneingriffen oder traumatischen Ereignissen. Darüber hinaus kann es bei einigen betroffenen Hunden auch zu spontanen, nicht traumatischen Blutungen kommen, wie z. B. starkes Nasenbluten, Blutergüsse, Gelenksblutungen und übermäßige Blutungen beim Zahnen. Tierärzte, die Operationen an bekanntlich betroffenen Hunden durchführen, sollten jederzeit Zugang zu Blutkonserven für Transfusionen haben.
Erbgang: Autosomal rezessiv
Gen: TMEM16F/ANO6
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